Das Afrikacamp der Konrad Adenauer Stiftung
Unter dem Motto: Afrika – Entwicklungspolitik einmal anders… fand im Juni 2010 das Jugendcamp der Konrad Adenauer Stiftung statt.
Dort wurde politische Bildung vermittelt im Zusammenhang mit dem Kontinent Afrika und der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Das Jugendcamp war ein wichtiger Beitrag zum interkulturellen Dialog.
Afrika besser verstehen lernen
Am ersten Tag des Camps standen Informationen zur Landeskunde über die sechs an der Fußball-WM teilnehmenden Länder auf dem Programm. Dabei wurde den Jugendlichen sehr schnell klar, dass man nicht über das typische Afrika sprechen kann. Denn die einzelnen Staaten dieses riesigen Kontinents unterscheiden sich erheblich in ihrer Geschichte, Politik, Kultur, Wirtschaft und Religion.
Mit der Hilfe von Vorträgen, weiteren schriftlichen Informationsmaterialien, Musik, Fotos und Gegenständen erarbeiteten die einzelnen Gruppen Dokumentationen über die einzelnen Länder Algerien, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Nigeria und Südafrika.
Der zweite Tag im Afrikacamp stand ganz im Zeichen der Wirtschaft und der Religionen in Afrika
Ein Workshop in diesem Rahmen beschäftigt sich intensiv mit dem Thema: Afrikas Wirtschaft in der Globalisierung. Professor Doktor Andreas Dittmann von der Universität Gießen hielt vor rund 100 Teilnehmern dieser Arbeitsgruppe einen spannenden Vortrag über die Folgen der Globalisierung für den afrikanischen Kontinent.
Etwas ganz besonderes war der Workshop: Glauben und Gesellschaft in Afrika.
Hier begeisterten die beiden vortragenden afrikanischen Priester ihrer jungen Zuhörer so sehr, dass sie am Ende der Veranstaltung standing Ovations bekamen! Denn ganz lebendig berichteten die Priester aus Ghana und Sierra Leone über die Art der Gottesdienste in ihren Heimatländern, zu denen der Tanz und die spontanen Beiträge der Gemeinde ebenso gehören, wie die geisterfüllte Predigt.
Etwas gesetzter aber nicht minder interessant ging es im Vortrag über den Staatszerfall auf dem afrikanischen Kontinent zu.
Afrikas Alltag erleben im Jugendcamp
Anhand von lebendigen Beispielen konnten die Teilnehmer die Kunst, Literatur, Sitten und Gebräuche kennen lernen. Im Workshop ModernMusic zum Beispiel ging es um den Ursprung der heutigen afrikanischen Musik. Dazu wurde historisches Filmmaterial gezeigt und spannende Vorträge gehalten.
Ein anderer Vortrag handelte von den Sitten und Gebräuchen speziell in Kamerun. Die jungen Zuhörer staunten, wie traditionell eine Hochzeit auch im 21. Jahrhundert in Kamerun gefeiert wird.
Nicht nur Theorie gab es im Workshop Afro-Tanz. Dort konnten die Jugendlichen nach dem theoretischen Teil gleich ihre neuen Kenntnisse anwenden und sich in typischen afrikanischen Tänzen üben. Der Tanz ist in Afrika ein wichtiges Mittel des Ausdrucks von Gefühlen und Erlebnissen. Wichtige Zeremonien oder Rituale werden fast immer von bestimmten Tänzen begleitet.